An die Ärzteschaft und Heilpraktiker, Krankenkassen und alle Interessierten.


Sehr geehrte Damen und Herren,


mit den vorliegenden Informationen möchten wir Sie über unsere Arbeit informieren und verbinden damit gleichzeitig die Bitte um Ihre fachliche Unterstützung und kollegiale Zusammenarbeit.

Der Beruf des „Synergetik Profilers“ ist Ihnen mit hoher Wahrscheinlichkeit bislang noch nicht bekannt. Dennoch kann es geschehen, dass ausgerechnet eine/r Ihrer Patient/innen das Angebot eines Synergetik Profilers in Anspruch nimmt oder nehmen möchte, um Heilung für seine/ihre körperliche Erkrankung zu finden. Es wird sich dabei um einen Menschen handeln, der die Verantwortung für sein körperliches Wohlergehen nicht allein seinem Arzt oder seiner Ärztin überbürdet, sondern nach Wegen sucht, um aktiv an der eigenen Gesundung mitzuwirken.
Sie selbst wissen aus Ihrer täglichen Praxis, dass der Aspekt der Mitwirkung einen enorm hohen Stellenwert hat. Und genau hier findet sich die Schnittstelle, an der Ihre fachliche Kompetenz sich mit der unsrigen zum Vorteil des erkrankten Menschen treffen könnte. Diese grundsätzliche Haltung ergibt sich bereits aus dem Selbstverständnis unseres Berufes, denn Synergetik ist die „Lehre vom Zusammenwirken“ und um ein solches möchten wir uns mit Blick auf Ihre Fachkompetenz bemühen.
Worin besteht nun unsere berufliche Tätigkeit? Wir wissen, dass jedes körperliche Geschehen und damit auch jede Erkrankung eine Entsprechung in den vom Menschen abgespeicherten Informationen im Gehirn hat. Hier finden sich Erlebnisse, Ereignisse und Erfahrungen (häufig traumatischer Natur), die einer Erkrankung unmittelbar zugehörig sind und sie begründet bzw. ausgelöst haben. Mit unserer Technik, die sich in die sog. Innenwelt (Psychologen würden vom Unterbewussten sprechen, Esoteriker möglicherweise von der Seele) des Menschen begibt, können diese der Erkrankung zugehörigen Informationen über das profiling nicht nur aufgefunden, sondern mit Hilfe des in der belebten Natur evolutionär wirksamen Prinzips der bionischen Optimierung nachhaltig positiv verändert werden. Kann ein erkrankter Mensch nun diese Veränderung bewirken, wird sich dies selbstähnlich in seinem Körper zeigen und ausdrücken – eine nachhaltige Auflösung von Symptomen (gleich welcher Art und Schwere) kann eintreten.
Der Synergetik Profiler kann diese Veränderung sehr präzise anhand des Bildmaterials der Innenwelt nachweisen (unsere Arbeit wird daher auch prinzipiell durch eine Bandaufnahme dokumentiert). Doch die Überprüfung, ob dadurch – wie von uns behauptet - auch eine Verbesserung des körperlichen Zustandes eintritt, bleibt ausschließlich Ihnen vorbehalten, da Sie über die erforderlichen, unserem Beruf gänzlich fehlenden medizinischen Kenntnisse verfügen. Diesen Umstand können und wollen wir auf keinen Fall ignorieren. Vielmehr liegt darin die notwendige Rückversicherung für jede und jeden Ihrer Patient/innen, ob die Inanspruchnahme einer sog.bionischen Heilmaßnahme in seinem oder ihrem konkreten Fall tatsächlich den angestrebten Erfolg zeigt.
Die angestrebte Veränderung zeigt sich oftmals innerhalb relativ kurzer Zeit (z.B. nach einer Woche intensiver Arbeit), sodaß die Einleitung anderer, von Ihnen für erforderlich gehaltener medizinischer Maßnahmen nicht beeinträchtigt oder behindert werden muß. Vielmehr gewinnt der von Krankheit betroffene Mensch die Sicherheit, den Weg mit unserer Arbeit testen zu können, ohne dabei Ihrer Obhut und Fürsorge verlustig zu gehen.

Synergetik Institut und Vorstand des Berufsverbandes der Synergetik Profilerinnen und Profiler BVSPro

 

Prof. Dr. Jürgen Rost


Gutachten über die Rolle unterschiedlicher Bewusstseinszustände in der Synergetik-Therapie

Die Synergetik-Therapie ist eine Technik, bei Menschen im Zustand tiefer Entspannung Bilder aus der Vergangenheit ins Bewusstsein zu rufen bzw. zu rekonstruieren und für eine kognitive Umstrukturierung tatsächlicher Erfahrungen zu nutzen. Dabei wird das menschliche System, das ist die Integration von Körper, Geist und Seele, als ein selbstorganisierendes (autopoietisches) System begriffen. Die Technik der Synergetik-Therapie basiert darauf, das System durch eine Veränderung innerer Bilder in ein Ungleichgewicht zu bringen. Nach dem vorübergehenden (temporären) Chaos strebt das System im Sinne des Prinzips der Selbstorganisation eine neue Ordnung an, die als eine Ordnung auf einer höheren Ebene bezeichnet werden kann.
Da die Neuorganisation nicht nur die geistigen, sondern auch die körperlichen Strukturen betrifft, kann mit der Neuorganisation auch eine Heilung körperlicher und psychischer Krankheiten eintreten. Da diese Heilung nicht mit zielgerichteten Mitteln erfolgt, sondern durch die Selbstorganisation hervorgerufen wird, spricht man auch von Selbstheilung.

Dieses Gutachten strebt keine Bewertung dieser Technik und ihrer theoretischen Fundierung an, sonder bezieht sich allein auf die Frage, auf welchen Bewusstseinsebenen die Interaktion und Kommunikation zwischen dem Synergetik-Therapeuten und den Klienten sowie die kognitive Rekonstruktion seitens des Klienten stattfindet und in welchen Bewusstseinszustand die Klienten durch die Synergetik-Therapie gebracht werden. Die Begutachtung beruht auf eigenem Erleben der Technik, auf Beobachtung von Synergetik-Therapien mit Klienten, auf dem Studium schriftlichen Materials sowie einer Befragung des Begründers der Synergetik-Therapie, Bernd Joschko und seiner Mitarbeiterin Frauke Dietz.

Zentraler Bestandteil der Synergetik-Therapie ist das Versetzen des Klienten in den Zustand einer körperlichen und geistigen Tiefenentspannung zu Beginn jeder Sitzung. Dies geschieht mit herkömmlichen Methoden, d.h. bequeme Körperlage, meditative Musik, sedierend vorgetragene verbale Instruktion und Verbinden der Augen. Die Instruktion zur Entspannung ähnelt sehr stark der Anleitung zur progressiven Muskelentspannung nach Jacobsen und nur in geringen Anteilen der suggestiveren Texten des autogenen Trainings. Es wird kontrolliert, ob der Klient normal ansprechbar bleibt und er den Zustand als angenehm empfindet. Es findet an keiner Stelle eine Fokussierung der Aufmerksamkeit statt, wie es Bestandteil hypnotisierender Techniken ist.
Dieser Entspannungszustand ist notwendig für eine flüssige Aktualisierung innerer Bilder. Die tiefe körperliche Entspannung schränkt starke Kontrollmechanismen ein und verhindert das Aufkommen von Angst. Dieses Wirkprinzip unterscheidet sich nicht von dem Einsatz körperlicher Entspannung in der Verhaltenstherapie. Insbesondere handelt es sich bei dem primär körperlichen und sekundär auch mentalen Entspannungszustand nicht um tranceartige, hypnotische Zustände oder solche, in denen unbewusste Inhalte im Sinne der Psychoanalyse zugänglich und die Ich-Kontrolle eingeschränkt wäre.
Derartige Zustände wären für die Synergetik-Therapie geradezu contraindiziert, da die Rekonstruktion innerer Bilder und die Kommunikation mit dem Synergetik-Therapeuten einen wachen mentalen Zustand erfordern, in dem Entscheidungen getroffen (z. B. wie man Personen, die in den inneren Bildern auftreten, anspricht) und logische Schlussfolgerungen gezogen werden können. Auch jede unidirektionale Kommunikation wie Suggestionen haben im Konzept der Synergetik-Therapie keinen Platz, da es gerade um die Unterstützung von Selbsterkenntnisprozessen geht. Eine Einflussnahme durch den Synergetik-Therapeuten würde das Auffinden und selbsttätige Verändern innerer Bilder behindern und könnte die Authentizität der Rekonstruktion innerer Bilder gefährden.
Fälle, in denen unbeabsichtigter Weise tranceartige Zustände aufgetreten wären, sind nicht bekannt. Techniken der Induktion von hypnotischen Zuständen werden von den Ausbildern und den Synergetik-Therapeuten in der Regel nicht beherrscht, was wohl den besten Schutz vor missbräuchlicher oder unbeabsichtigter Anwendung darstellt.
Dagegen sind die erlernten Fragetechniken dergestalt, dass suggestive Effekte minimal gehalten werden. So werden z. B. Aufforderungen, die Reise durch die Innenwelt fortzusetzen, nicht in Form eines Anstoßes in eine bestimmte Richtung gegeben, sondern als Aufforderung, mal darüber nachzudenken, wie der nächste Schritt aussehen könnte. Zudem werden stets mehrere mögliche Alternativen mit Beispielcharakter hinzugefügt.
Zusammenfassend sei festgehalten, dass in Sitzungen der Synergetik-Therapie keine hypnotischen Zustände induziert werden, derartige Bewusstseinszustände gar nicht in das Konzept der Synergetik-Therapie passen und sogar Vorsorge getroffen ist, dass Zustände vermieden werden, in denen die Klienten einer erhöhten Suggestibilität ausgesetzt wären. Die Aussage, es würde in der Synergetik-Therapie mit hypnotischen Zuständen gearbeitet ist nicht aufrecht zu erhalten.

Jürgen Rost

Dieses Gutachten wurde im Auftrag des Synergetik Institut von Prof. Dr. Rost, Dipl. Psychologe der Uni Kiel angefertigt und dem Verwaltungsgericht Braunschweig von Prof. Dr. Rohlfing, Fachanwalt für Verwaltungsrecht, vorgelegt, da das Gesundheitsamt Goslar in Person des Dr. Hepp behauptete, die Synergetik Therapie arbeite ähnlich der medizinischen Hypnose und falle daher unter das HP-Gesetz.


Nach oben                  Kontakt                 Zurück